Die Jury des Hanse-Umweltpreises ist begeistert!

Prominenter Besuch in der Kuhschule des Robustrindervereins im Liether Moor. Die Jurymitglieder des Hanse-Umweltpreises, Nabu-Hamburg-Geschäftsführer Tobias Hinsch, Preisstifter und Inhaber von Globetrotter-Ausrüstung Klaus Denart, sowie Schirmherrin Dagmar Berghoff, informierten sich vor Ort über die Arbeit unseres Vereins, der ja im vergangenen Jahr mit dem begehrten Umweltpreis ausgezeichnet worden ist. „Wir hoffen, dass wir Ihre Erwartungen erfüllt haben“, sagte der 1. Vorsitzende Dieter Wichmann und freute sich alle Gäste in unserem „kleinen Paradies“ begrüßen zu können. Nach einem Besuch auf der Färsenweide lud der Vorsitzende alle Anwesenden in die Kuhschule ein, um über die Arbeit des Vereins, neue Ideen, Erfolge und Schwierigkeiten zu berichten. Wichmann schilderte die Anfänge des Vereins sowie das besondere Finanzierungsmodell mit Kuhhotel und Kuhaktien. Unsere Kühe nahmen die Arbeit auf und haben in vier Jahren die Landschaft verändert. Die verbinsten Flächen sind offener geworden, so dass Vögel wieder Nahrung finden und in der Feldmark wieder brüten können. Die Artenvielfalt ist gestiegen. Er ging auch auf die Besonderheiten der Kuhschule ein, die Zusammenarbeit mit den Schulen und die Einbindung der Menschen in die Natur. Die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“ und den „Hanse-Umweltpreis“ bezeichnete er als Ehre und Ansporn.

Er schlug dann den Bogen zu den Problemen, mit denen der Verein zu kämpfen hat. „Durch die Auszeichnungen und Preise ist viel Neid entstanden“, stellte Wichmann fest. Er berichtete, dass Bauwagen, Bänke und die mobile Toilette vom Bauamt des Kreises als Hochbauten angesehen werden und abgerissen werden sollten. Aktueller Stand ist die Duldung dieser Gegenstände, was jedoch mit unakzeptablen Auflagen verbunden ist. Daher reicht diese Duldung dem Verein nicht aus.

Frau Berghoff zeigte sich entsetzt über die Probleme, mit denen der Robustrinderverein zu kämpfen hat und schilderte, wie begeistert die Jury von unserem Verein und seinen Projekten ist. Vor drei Jahren hatten wir uns schon einmal um den Hanse-Umweltpreis beworben. „Damals war es nur eine großartige Idee, aber es gab noch keine genaue Umsetzung. Was in dieser Zeit aus dem Projekt entstanden ist, ist bemerkenswert und hat den Sieg mehr als verdient“, erklärte Frau Berghoff. „Ein so wundervoller Ort sollte respektiert und gefördert werden und keiner unnötigen Bürokratie zum Opfer fallen“.

Herr Hinsch, Nabu-Geschäftsführer, ergänzte: “Dieses Projekt schlägt den Bogen vom praktischen Naturschutz bis zur Umweltbildung. Damit wird der Naturschutzgedanke auch über den Verein hinausgetragen“.

Herr Denart von Globetrotter hob das Engagement besonders hervor: “Die Haltung einer Rinderherde nur durch ehrenamtliche Kräfte ist ein beeindruckendes Engagement. Es zeigt, dass naturnahe Beweidung eine sinnvolle Ergänzung der klassischen Biotoppflege sein kann und die Artenvielfalt fördert.“

Anschließend wurde ein kleiner Spaziergang zur Mutterkuhweide gemacht und alle waren begeistert, besonders von den vielen niedlichen Kälbern.

So einen harmonischen Tag und so viel Lob haben wir lange nicht mehr gehabt. Es ermuntert uns, in Zukunft noch fester zusammenzustehen und viele Projekte Wirklichkeit werden zu lassen.

Zurück